Single 2013 - "Das hat doch nichts mit dir zu tun"
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Eine schöne Geschichte zur neuen Single von Nicole Freytag
Das hat doch nichts mit dir zu tun.
Es war an einem Sonnabend. Nicole und ich saßen im Auto, befanden uns auf der Autobahn in Richtung Leipzig. Dort warteten die Leipziger „Markttage“ auf Nicole - nun schon zum 8. Mal. Wieder Moderation und Gesang. Was auch für Nicole spricht.
Die Stimmung im PKW war deshalb auch einfach nur entspannt und wunderbar. Dann eine kleine und sehr schöne Überraschung: Nicole spielte mir ihren neuen Song vor. Quasi eine Weltpremiere im PKW: „Das hat doch nichts mit dir zu tun“. Ich musste im Stillen etwas grinsen und fragte mich, wie meint sie denn das nun wieder? Hörte mir aber aufmerksam das Lied an. Nach drei Minuten und 33 Sekunden herrschte eine leicht „freudige sowie gespannte Atmosphäre“ im PKW. Nun ist es immer so eine Sache, vom Handy ein Lied zu hören und beim singenden Motor des PKW alles zu verstehen. Melodie, Text und Gesang gefielen mir „trotzdem“! Wir haben noch ein wenig übers Lied geplaudert und waren dann schon in Leipzig. Hier in Leipzig hat Nicole das Lied dann ihren Fans offiziell „vorgeträllert“. Und das bei voller Dröhnung aus den Boxen von der etwa 150 cm hohen Bühne. Das war auch GUT so! Power tut diesem Lied sehr gut, weil es einfach auch die Power von „Innen“ heraus ausstrahlt und rüberbringt. Die Fans waren begeistert. Ich auch. Ist doch ein ganz anderer Klang als aus dem Handy …! Habe ich ihr auch gesagt. Sie hat sich darüber gefreut. Und sie hat nach meiner Meinung auch allen Grund dazu. Nicole hat diesen Titel auch in Eisenhüttenstadt am 14.12.2012 während ihrer Weihnachtstournee sehr zu Freude des Publikums gesungen. Auch hier waren der Applaus und die Begeisterung sehr groß beim Publikum.
Erzählt wird hier eine kleine Geschichte, wie sie das Leben so schreibt. Trennung vom Partner, danach wieder das Kennenlernen einer neuen Person. Diese Person meint es sehr gut und ist auch recht „stürmisch“. Sie jedoch ist noch etwas mit der Trennung beschäftigt und muss sich eingestehen, im Verborgenen sitzt noch immer der Schmerz recht tief. Er jedoch will ihn nicht … spüren (diesen Schmerz) und drängelt sich weiter ungestüm auf. In ihr sitzt aber auch noch immer die Angst … und sie kann (will) sich ihm noch nicht öffnen. Dazu wurde sie in der vergangenen Beziehung zu schwer enttäuscht.
Diese „Beziehungskiste“ wird in einer sehr schönen, gängigen und wieder auch wunderbar tanzbaren Melodie verpackt. Das Notenmaterial wird von Nicole mit ihrer modulationsfähigen Stimme wunderbar umgesetzt - besonders hat es mir der Refrain angetan! Zu Beginn des Titels - quasi die Ouvertüre - ein sehr schönes Gitarrensolo (erinnert mich etwas an ein Klavierstück … was dann auch prompt folgt) in Moll mit einem wunderbaren Schlussakkord. Macht sich immer wieder gut, weil so schön schwermütig, weich und dabei doch so kuschlig (durch das sehr schön im Hintergrund anklingende Violinenspiel in den Strophen betont) wird dann wunderbar im Refrain in Dur aufgehoben. Bei diesem „harten“ (Beat) Dur-Teil kommt ein optimistischer Klang rüber und versprüht auch sehr viel Hoffnung. Untermauert wird das durch das sehr betont rhythmische Spiel des Bassisten, des Drummers und des Rhythmusgitarristen - und somit keine Spur von Traurigkeit. So ist das Leben! Nicole singt hier stellvertretend für viele Frauen nach großer Enttäuschung ihr Geständnis. Lässt aber wohl alle Türen offen, wenn sie da so trällert: Hey, junger Mann, das hat doch nichts mit dir zu tun … Nein, lass mir noch etwas Zeit. Und dieser Refrain - Musik - strahlt trotz der momentanen Absage an eine neue Beziehung soviel Optimismus aus, dass für uns gar kein Zweifel besteht, dass alles wieder irgendwann ins rechte Lot kommt. Obwohl es eigentlich eine (vorläufige) Absage ist, wird diese so wunderbar in Melodie und Rhythmus verpackt und von Nicole überzeugend gesungen, dass man einfach nur „Mitschunkeln, -tanzen und -singen“kann,ja muss. Uns bleibt da gar nichts weiter übrig, als mit ihr gemeinsam auf das Kommende positiv zu schauen.
Und der „Trick“ dabei ist der, Nicole sing nicht einmal von einem positiven Ende, sondern diese Melodie, dieser optimistische Rhythmus und ihre Stimme suggerieren uns, es wird (muss) einfach wieder werden! Und dann der Schluss - quasi eine Art Entschuldigung an ihn und sehr schön von Nicole gesungen (ein bissel a cappella), ja ein wenig gehaucht und fast flehend … das hat doch nichts mit dir zu tun! Schuld ist der ANDERE und noch hab ich kein Vertrauen auf einen Neuen "ANDEREN"! Na, ja - nur der Andere?
War noch beim Titel „Zauberland“ - sehr schön und höre ihn immer wieder sehr gern - von der CD „Zauberland“, 2008, die Traurigkeit und auch Wehmut über vier Minuten und 13 Sekunden fast körperlich zu spüren, so ist man hier bei aller Traurigkeit sofort von der eingängigen Melodie, dem Rhythmus und der für mich doch positiven Stimmung welche von Nicoles Gesang ausgeht, positiv angetan.
Ich wünsche Nicole mit diesem Titel viel Erfolg und freue mich aufs neue Album - ihr 3. -. Vielleicht schon ihr 4., wenn man das Weihnachtsalbum „Die Zeit der Weihnachtslieder“ mit fünf sehr schönen Weihnachtsliedern großzügig dazu zählt (abgesehen von den vielen Singles).
Dieter Bartholomey (20.01.2013).

